29.03.2010 Lokales Neu-Isenburg

Tänze der Spitzenklasse

Neu-Isenburg war Schauplatz der Hessenmeisterschaften im Garde- und Schautanz

Die Formation Arabesque des TSC Ysenburg zeigte bei ihrem   Heimspiel einen eindrucksvollen Auftritt. Foto: Braungart
Die Formation Arabesque des TSC Ysenburg zeigte bei ihrem Heimspiel einen eindrucksvollen Auftritt. Foto: Braungart

Rund 1500 Aktive waren zu einem tänzerischen Kräftemessen in die Hugenottenstadt gekommen. In unterschiedlichen Disziplinen zeigten sie Höchstleistungen.

Neu-Isenburg. Ein großes Zelt auf dem Rosenauplatz, Scharen junger Menschen in engen, fantasievollen Kostümen – zwei Tage lang war die Neu-Isenburger Hugenottenhalle Schauplatz der 24. Hessenmeisterschaft im Garde- und Schautanzsport. Rund ein Jahr hatten die Vorbereitungen gedauert, etwa 100 Helfer kümmerten sich um Aufbau und Organisation. Im Foyer des Musentempels sah man Tänzerinnen und Tänzer, die noch einmal die Figuren durchgingen oder sich mit Dehnübungen auf ihren Auftritt vorbereiteten. Das Zelt war eigens für die rund 1500 Aktiven und ihre Begleiter errichtet worden. Hier konnten sie auf einer Videoleinwand verfolgen, was sich auf der großen Bühne tat.

Hohes Niveau

«Wer hier gewinnt, hat auch bei der Deutschen Meisterschaft gute Chancen», machte Michael Kaul, der Organisator des Turniers, das hohe Niveau der Veranstaltung deutlich. Und die zahlreichen Besucher, die an den beiden Tagen den Weg in die Hugenottenhalle gefunden hatten, wurden nicht enttäuscht. Die Tanzarten waren Gardetanz und Marsch. Viele Schrittkombinationen zeichnen diesen geradlinigen Tanz aus, der mit seinen wechselnden Bildern oft Revuetänzen ähnelt. Bei der Polka, die ihren Ursprung in der osteuropäischen Folklore hat, finden sich Elemente des Ballett, aber auch atemberaubende Akrobatik wieder. Charaktertänze, die Geschichten erzählen, gehören ebenso dazu, wie Schautanz und Freestyle – kunstvolles, experimentelles Tanzen mit viel Dynamik und wechselnden Tempi.

Fliegende Beine

Neben Gruppen traten auch Paare und Solisten auf. Mit der Schülerklasse, den Fünf- bis Zwölfjährigen ging es los. Auch die Kleinen zeigten schon ganz Großes. Ob es der Schautanz mit teilweise witzigen Ideen war oder hoch fliegende Beine bei der Polka: stürmischer Applaus war der Dank des Publikums. Nach einer Pause ging es bis gegen Mitternacht weiter. Die Hauptklasse, also Akteure ab 16 Jahren, zeigten Hochkarätiges. «Das ist Hochleistung und mit Mitte 20 ist meist Schluss,» erklärte Kaul die Altersstruktur in dieser Klasse. Mit Ramon John boten die Organisatoren einen künstlerischen Höhepunkt. Der junge Tänzer ist mittlerweile Profi und zeigte deshalb auch außer Konkurrenz sein Können. Wie erwartet hatten die Tänzerinnen des Tanzsportclubs (TSC) Ysenburg den Schautanz Modern vorher für sich entschieden.

Am Sonntag ging es in der Jugendklasse, den Zwölf- bis Sechzehnjährigen, weiter. Hier hatten sich die meisten Aktiven angemeldet und die hohe Leistungsdichte machte es den Juroren nicht leicht. Die «Dynamites» des TSC Ysenburg konnten ihrem Sieg beim Schautanz-Freestyle noch einen zweiten Platz beim Schautanz-Modern hinzufügen.

Die gute Organisation zeigte sich auch im Internet. Unter http://www.tsc-ysenburg.de waren und sind die Ergebnisse bereits kurz nach Ende der jeweiligen Wettbewerbe zu finden.

Mehr Fotos sind in unserer Bildergalerie http://www.fnp-sued.de/showtanz zu sehen